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Für Süßschnäbel: Zuckerbäckermuseum im badischen Kraichtal

Das Haus der süßen Kunst

Im Ersten Deutschen Zuckerbäckermuseum im badischen Gochsheim kann man auf drei Stockwerken eine Zeitreise durch die Herstellungsgeschichte von Schokoladen- und Zuckerhasen, Weihnachtsmännern und Marzipanschweinchen unternehmen.

Pralinen, Törtchen, Baumkuchen und andere zuckrige Köstlichkeiten sind klein und filigran. Umso größer waren indes die Maschinen in den Konditoreien, mit denen vor mehr als 100 Jahren die Teige, Cremes und Eischneemassen hergestellt wurden. Beim Betreten des Zuckerbäckermuseums in Kraichtal-Gochsheim stechen sie als Erstes ins Auge.

Besonders viel Platz nehmen die 120 Jahre alten Rühr- und Anschlag- sowie Teigknetmaschinen neben einem ebenso alten Mahlwerk für die Herstellung von Nugat sowie der Fondant-Tabliermaschine ein. „Die Konditorei Schwarz in Karlsruhe hat sie uns geschenkt. Die Maschinen sind alle noch intakt“, erklärt Museumsführerin Simone Dutzi und setzt die Maschinen in Gang. Tosend laut rattern sie los.

Viel filigraner als die lauten Maschinen sind dagegen andere Stücke, die Besucher im Museum bewundern können. Auf dem Weg in die erste Etage zum Beispiel begleiten an der Wand hängende Spekulatiusformen die staunenden Besucher. Außerdem funkeln Hunderte äußerst originelle Gussformen, die der Düsseldorfer Sammler Alexander Pauels dem Zuckerbäckermuseum vermacht hat, in den Auslagen. Die ersten mehrteiligen Formen um 1870 waren noch aus Eisen, 20 Jahre später setzte man auf Blei und Zinn. In den 20er- bis 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Formen aus Aluminiumguss hergestellt – heute werden sie gar nicht mehr produziert. Wie und welche Köstlichkeiten anno dazumal mit den Formen hergestellt wurden, erfahren Sie, liebe Leserinnen und Leser, im Artikel in Ausgabe 03/2020 der „Landbäckerei“ genauso wie einige spannende Anekdoten.

www.kraichtal.de